Schwarz, süß, mehlig - lecker!

Freitag, 22.02.2013

Alex: Wie in jeder Stadt war unsere erste Herausforderung in Beijing, das Hostel zu finden. Auf unserem Weg trafen wir zwei bayrische Reisende, die auch dorthin wollten und so gestaltete sich die Suche nicht so schwierig wie gewohnt.

Erst sahen wir uns das Gelände an, auf dem 2008 die Olympiade ausgetragen wurde. Das Stadion war wirklich riesig und wirkte dank der Vogelnest-Optik dennoch irgendwie filigran. Man sah deutlich, dass alles extra für das Riesenevent gebaut wurde. Die Straßen waren menschen- und autoleer und der McDonalds bot nur zwei verschiedene Menüs und eine Eissorte an, mehr konnte man nicht bestellen.

Einen typischen Touristentag in Beijing mit Sightseeing legten wir einen Tag später ein: Morgens schwangen wir uns früh aus den Federn um bei Sonnenaufgang am Tian'anmenplatz zu sein, da dort mit großem Tamtam und eingespielter Kapellenmusik die chinesische Flagge gehisst wird. Anschließend ging's zum Frühstücken erst einmal wieder ins Hostel (wir haben 5 Tage hintereinander leckere Pancakes mit Mango- bzw. Schokosauce und Obst gegessen).
Dann wollten wir die Verbotene Stadt besichtigen. Dort lebten chinesische Kaiser verschiedener Dynastien, sie ist erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts für das Volk und Touristen geöffnet. Dementsprechend groß ist das Gelände. Wir liehen uns Audioguides in deutscher Sprache aus und ließen uns durch die prunkvollen Paläste, Tempel und Gebäude leiten. Faszinierend war beispielsweise ein ganzer Weg aus weißem Marmor oder riesige Häuser mit Thron, die nur als Umkleideraum verwendet wurden. Auch für die ersten drei Tage nach der Hochzeit des Kaisers gab es ein eigenes Gebäude, in dem er und seine frisch Vermählte ihre ersten Nächte verbrachten.

Wir hatten uns vorgenommen, uns in China mindestens einmal professionell massieren zu lassen, eigentlich deshalb, da es hier ziemlich günstig sein soll. Das Problem ist aber erst einmal, dass man eine Praxis finden muss, die seriös ist und hinter der sich keine illegale Prostitution verbirgt. Direkt auf unserem Weg von der Metrostation zu unserem Hostel lag ein solcher Spa und so wollten wir uns eine 60minütige Massage für 20 Euro nicht entgehen lassen. Wir kamen hinein und wurden zu unserer Überraschung nicht in getrennte Zimmer geführt. Das war soweit aber nicht schlimm, da man sich nicht entkleiden, sondern lediglich umziehen sollte, wir bekamen dafür frisch gewaschene und eingepackte Kleidung. Die Masseure kamen herein und breiteten auf den Liegen ebenso eingepackte Tücher aus, damit alles hygienisch war. Wir legten uns also hin und genossen eine wohltuende Massage.
Frisch entspannt wollten wir abends in eines der bekanntesten Pekingenten-Restaurants der Stadt gehen. Ich selbst bin eigentlich nicht DIE Fleischesserin in Person, aber das muss man schon probieren, wenn man in Peking ist. Das Restaurant war feiner als wir gedacht hatten. Wir wurden zu unserem Tisch begleitet und als wir unsere Jacken über den Stuhl gehängt hatten, wurden diese mit einer Stoffhülle bedeckt, damit die Kleidung nicht schmutzig wird. Als nächstes wurde uns ein feuchtes Tuch gereicht um unsere Hände zu reinigen. Wir entschieden uns also für die Ente und schneller als gedacht kam ein Koch, schnitt das gebackene Tier vor unseren Augen auf und richtete es appetitlich auf Tellern an. Die Bedienung zeigte uns dann, auf welche Weisen man Ente essen kann. Wir bekamen einen Teller mit verschiedenen Beilagen gereicht, wie zum Beispiel Salatgurke, Knoblauch und Sojasauce. Man kann nun die Ente in den auch beigegebenen Zucker dippen und so essen, oder durch Sojasauce streifen und mit den Beilagen in hauchdünne Crêpes oder knusprige Brötchen legen. Allerdings gestalteten sich die beiden letzten Vorhaben nur mit Stäbchen ein wenig schwierig. Als nächstes kam eine braun-schwarze Suppe, die etwas süßlich roch. Ich probierte sie, ohne zu wissen was es ist. Ich hatte einen solchen Geschmack noch nie auf der Zunge gehabt, es war etwas mehlig, aber auch leicht süß. Erst danach äußerte Flo seine Vermutung was das sei: Pürierte Gedärme der Ente. Ich aß dann doch nichts mehr von der Suppe. Zuletzt wurden uns noch mit Trockeneis schön angerichtete Mini-Orangen (die vielleicht etwas größer waren als Kirschen) serviert. Sie schmeckten gut, doch entweder hatten wir nicht die richtige Schältechnik oder es waren wirklich mehr Kerne und Haut als Fruchtfleisch enthalten.

Am nächsten Tag machten wir uns auf, einen von unserem Hostel empfohlenen Buchladen mit Büchern in nichtchinesischer Sprache unter die Lupe zu nehmen. An deutschen Büchern waren vor allem die von Schülern oft verhassten Reclam-Hefte mit klassischer Literatur wie Goethe, Schiller und Co. vorrätig. Abgesehen davon gab es noch einige, sehr überteuerte Romane. Deshalb kauften wir dann englische Bücher. Es war schon Abend und so kamen wir auf der anderen Straßenseite in den mehr oder weniger fragwürdigen Genuss des sogenannten Night-Marktes. Er besteht aus einer sehr langen Reihe von Ständen, die Essen verkaufen. Es waren viele Kuriositäten dabei wie zum Beispiel Tintenfische, mit Ei überbackene Krebse oder Kakerlaken am Spieß. Wir trauten uns nicht an das eher unübliche Essen heran und genossen lieber gebratene Nudeln.

Zu unserem Hostelzimmer gibt es noch zu sagen, dass ich mich das erste mal auch mit einer östlichen Dusche vertraut machen musste. Immerhin hatten wir ein Bad im Zimmer und kein Gemeinschaftsbad, allerdings sind diese hier zumeist so gestaltet, dass sich ein Waschbecken und eine Toilette darin befinden und der Duschkopf an der Wand hängt. Man duscht sich also mehr oder weniger über der Toilette und flutet den ganzen Raum. Aber ändern konnten wir dies sowieso nicht und mussten uns eben mit den Umständen abfinden.

In Beijing sind wir nicht an die Große Mauer gefahren, dafür war extra unsere nächste Stadt vorgesehen: Chengde.

Na das klingt ja nach Spaß! Erster Abend in Beijing Ein komplett gefrorener Fluss In einem Daoistischen Tempel, man soll mit den Metallmünzen die Glocke treffen Rauch - überall Rauch! Ein extrem Filigranes Bild, dafür, dass es in die Wand gemalt ist Auf jedem roten Band ist ein Wunsch Mit Essen spielt man nicht - mal malt damit! DAS Wahrzeichen Beijings: Smog Das Vogelnest Die sogenannte Smogsonne Das Innenleben des Vogelnests Der Fotograf... ... und sein Werk: Chinesen beim Eisrutschen Beijings Sonnenuntergang Interessante Straßenlampen... Der Wasserwürfel Vogelnest bei Nacht Die Farben sind nur ein bisschen optimiert Das Olympiacenter, für das es nicht wirklich eine verwendung gibt Vor dem Fahnenhisen Der Sonnenaufgang, gleich gehts los! Alles voller Militärs! Der Eingang zur Verbotenen Stadt Das alles nur für einen Kaiser! Der glänzende Boden kostete sein Gewicht in Gold! Der exklusive Weg für den Kaiser, aus weißem Marmor Warum nur einen kaiserlichen Garten? Baut man einfach einen kaiserlichen Berg! Kaum Räucherstäbchen zu sehen! einfach so tanzen da Menschen im Park Himmelstempel Mit Zucker übergossene Erdbeeren ein zugefrorener See Flo's absolute Lieblingsspeise - dieses Mal mit Schokofüllung! Von dieser Brücke mussten wir fliehen, da uns Touris verfolgten