Handeln und Feilschen

Freitag, 18.01.2013

Nachdem ich am ersten Tag umzingelt war von Angeboten wie "Do you need something? No? Guesthouse? Rolex? Marihuana? Crack? Money Exchange?" und ich wirklich erstaunt war, wie jemand einfach alles was man so brauchen kann anbieten kann, sollte es am zweiten Tag zu den berühmten Handelsstraßen der Stadt gehen. Also kurz beim Pakistaner von nebenan gefrühstückt und dann gings ab zum ersten Markt. Ich musste nicht weit gehen und schon hatte ich den Duft von einer frischen Melone in der Nase. Also bin ich einfach mal zum Stand gegangen und fragte, wieviel es denn kostet. Antwort waren 16HK$, ca 1,60€. Sofort zückte der Händler seinen Taschenrechner und begann, wie wild Angebote zu tippen, doch ich lehnte ab, dass es mir doch viel zu teuer sei. Also fragte er mich, was denn mein Maximalpreis wäre. 3HK$ war mein "letztes Angebot" (Dieser Satz fällt in so einer Verhandlung bestimmt 15 mal) und am Ende trafen wir und bei 6HK$, also 60ct. Man könnte meinen die Geschichte ist da zu Ende, aber nein. Nach dem bezahlen fing der Händler erstmal an von sich zu erzählen und mich zu Fragen woher ich denn komme. Als er erfuhr, dass ich Deutscher bin, war er ganz aus dem Häuschen und meinte, 90% der Einwohner dieses Viertels sprechen deutsch. Klingt sehr plusibel in einer Gegend, wo 50% der Einwohner Asylanten sind. Als ich ihm dann anbot, gleich mal loszuziehen und nachzuschauen hielt er mich da und fing an, mir Sachen aus seinem Stand anzubieten, die allesamt "better than in Germany" sind. Doch was soll ich mit getrockneten Fischaugen oder einer ungewaschenen Sternfrucht? Irgendwann lies auch der gute Herr mich gehen und ich konnte den nächsten Punkt im Programm anschauen: Die Architekturwunder des Stadtzentrums. Ich kenne keine andere Stadt, wo die Hochhäuser so schön und unterschiedlich gebaut sind. Einziges Manko: es gibt keine Gehwege, nur Brücken oder Tunnel. Aber so läuft man wenigstens keine Gefahr, an den doch recht rücksichtslosen Autofahrern zu sterben. Nach diesen einzigartigen Bauwerken wendete ich mich wieder dem Markt zu, aber jetzt war es schon Nacht und die ganzen Reklameschilder erleuchteten so extrem die Umgebung, dass es taghell war. Auch ganz praktisch, so spart sich die Regierung wenigstens die Stromkosten der Laternen. Das war mein zweiter Tag und jetzt kommen noch die passenden Bilder:

Panorama 1

Panorama 2

Der beste Blick aus meinem Stockwerk (Helligkeit ist wie im Original) Sicherheit beim Bau! Der Eingang zu den Mansions (dem Haus, in dem mein Hostel ist) Lippo Center Die teuersten Wohnungen der Stadt Solche schönen Eingänge bräuchte unsere U-Bahn auch mal Expresslift nach oben :) Die HK-Strßenbahn Braucht jemand nen Objektiv? Straßenwert ca 30-1000€ :) Ein bisschen Leuchtreklame Fischen im HK Hafen, super Idee! Das Lufttaxi (man kann es wirklich bestellen!) Kowloon bei Nacht Star Ferry bei Nacht Der Nachtmarkt in der Temple Street