Das Land der Seen

Samstag, 09.02.2013

Als ich in der Planung für meine Reise war, ging ich eigentlich davon aus, was ja auch irgendwo verständlich ist, dass der „Scenic Spot“ das Interessanteste an meinem Abstecher nach Jiuzhaigou wird. Ich sollte aber eines besseren belehrt werden.

Die 500km lange Strecke von Chengdu nach Jiuzhaigou legte ich mit dem, für Südwestchina ja so üblichen, Langstreckenbus zurück. Da ich schon gewohnt war, 6h und mehr an einem Bahnhof zu warten ging ich eigentlich davon aus, die 10h Busfahrt können ja nicht so schlimm werden. Doch im Gegensatz zu den Wartehallen am Bahnhof und den Zügen, wo die Leute immer so gesellschaftlich waren, sprach hier niemand auch nur ein Wort. Ausserdem saß ich neben einem doch sehr korpulenten Chinesen, weshalb ich die vollen 10h gnadenlos an die Scheibe gepresst wurde. Nach diesen Strapazen war ich dann doch froh, endlich angekommen zu sein und freute mich schon auf mein Bett. Also ein Taxi genommen und Zum Hostel gefahren. Doch dort angekommen erwartete mich kein netter Rezeptionist, sondern ein chinesisches Mädchen vor einem Wohnhaus die mir mit Hand und Fuß erklärte, ich könne nicht hier schlafen. In einer Großstadt wäre das ja nicht das Problem, doch hier war absolut nichts, nur ein kleines Dorf. Also lief ich mit meinem Gepäck los und fragte die Leute, wo man denn hier schlafen könne. Nach einer halben Stunde erbarmte sich ein Junge, kaum älter als 13/14 und zeigte mir den Weg zum einzigen „Hotel“. Na gut, immerhin ein Dach auf dem Kopf.

Am nächsten Tag ging es dann zum Scenic Spot, einer riesigen Anlage von wunderschönen Seen umringt von Bergen. Hier traf ich auch auf 2 Chinesen, mit denen ich den Tag verbrachte. Die ältere von beiden konnte auch recht gut Englisch, wobei der Akzent irgendwo zwischen British und Chinese lag, weshalb man sie kaum verstand.

Der letzte Tag in Jiuzhaigou bestand eigentlich nur aus der Kunst morgens um 7 Uhr einen der Hotelbesitzer dazu zu bekommen aufzustehen, mich auschecken zu lassen und mir irgendein Fahrzeug zu organisieren, damit ich meinen Bus zurück in die Zivilisation bekomme. Glücklicherweise war der Hotelbesitzer höchstpersönlich einer der Taxifahrer im Ort und so fuhr er mich, total verschlafen, zum Bus. Von dort ging dann das eigentliche Abenteuer los, denn es hat die komplette Nacht durch geschneit und die Chinesen sind null auf Schnee vorbereitet. Wie zu erwarten steckte dann der Bus an der ersten kleinen Steigung fest und es ging nicht mehr vor oder zurück. Ich weiß immernoch nicht wie, aber nach 15min ging es dann einfach weiter. Durch den Schnee blickten auch die Yaks und Pferde nicht mehr, wo Straße und wo Wiese ist, weshalb man schöne große Herden sehen konnte.

Ich in Jiuzhaigou Der große See mit Eisschollen im Hintergrund Die Berge spiegeln sich im Wasser Ein kleines Panorama (Original 250MP) Die ersten Wasserfälle Das Wasser umfließt einfach die Bäume Komplett gefrorener See Die Farben sind 100% wie im Original Farbverläufe durch Algen Das Ganze Gebiet hat 110 Seen Der See von oben Das Wasser ist nass? Also das beruhigt mich ja dann doch... Nochmal komplett gefroren Schöne Farbverläufe im Eis 360° Panorama Gebetstücher der Buddhisten Der Flaggenbaum Colorful Lake Die extremen Farben kommen durch Calcium und Magnesium Ein Herz aus Algen Ein riesiger Wasserfall