Berichte von 04/2014

Unter Palmen bei Joe

Dienstag, 01.04.2014

Ja tatsächlich, der Punkt auf der Karte zeigt wirklich auf Sanya, dieses Mal haben wir den Blogeintrag geschafft! Nach einem sehr interessanten Flug, der erste Stopover Flug von uns beiden (Stopover bei Jiuzhaigou), kam schon am Flughafen dieses sehr typische Gefühl, gegen eine Hitzewand zu laufen. Hatte es im restlichen Reich der Mitte noch 10-20°C hat man hier sogar im März tropisch-schwüle 30°+. Deswegen sind hier die Erkennungszeichen der Busse auch nicht wirklich die Nummern sondern man fährt vielmehr mit denen, die eine Schneeflocke auf der Anzeige prangen haben. So fuhren wir Richtung Hostel, viel mehr Richtung Meer, denn Joe, unser Mann des Vertrauens, hat sein Inn ca. 50m vom Meer gebaut. Kaum angekommen wurden wir von ihm überrascht, er erinnert sich noch an uns! Nach einer langen Unterhaltung erfuhren wir, dass die meisten Urlauber jetzt vor der gewaltigen Hitze fliehen und ab April die Nebensaison beginnt. Was eigentlich ein Nachteil ist, sollte für uns ein Vorteil sein, denn im Gegensatz zu den Chinesen finden wir überfüllte Strände alles andere als toll. Denn Joe erzählte uns, dass Chinesen Attraktionen lieben, und deswegen lieber an total überfüllte Strände gehen als an menschenleere. Nach einer ersten viel zu heißen Nacht folgte der fast schon normale Schock: kein Strom! Und das natürlich am einzigen Tag der letzten zwei Wochen, an dem wir waschen können. Doch uns traf es nicht am härtesten, denn viele in Sanya leben von ihren Fischrestaurants, wo die exotischsten Fische, zum Beispiel Kugelfisch, bis zur Bestellung in ihrem Becken schwimmen. Und ohne Strom leben die Fische in den kleinen Behältern nicht lange. Deswegen roch die Luft den ganzen Tag nach dem Diesel der Generatoren. Wir ließen jedoch unser Stromproblem zurück, die nächsten Tage werden sowieso in Badehose verbracht, und machten uns auf in Richtung Dadonghai, unser Lieblingsstrand des letzten Jahres. Dank vor Ort gekauftem Schwimmreifen konnten wir die wenigen Chinesen, die nicht am Strand standen und Angst vorm Wasser hatten, perfekt imitieren und gegen die Wellen ankämpfen.

Zwei Tage später, zwischendurch war nur Strand, waren die Wellen exorbitant hoch, also gingen wir nochmal nach Dadonghai zum Wellenreiten und dieses Mal war es verrückt: die ein oder andere Welle hob einen gute 1,5 Meter hoch oder begrub einen unter ihrem brechenden Kamm. Ein Traum!

Blick 5 Meter vom Hostel Menschenleerer Strand Gelbe Wassermelone Rote Drachenfrucht, eigentlich sind die weiß Die Wellen